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Das (Online) Kaffeefestival

The (Online) Coffee Festival

Café- und Kaffeeliebhaber haben begonnen, sich an die sich schnell verändernde neue Normalität anzupassen. Was einst eine wöchentliche Café-Hopping-Übung sein konnte, ist in Zeiten der Quarantäne zu einer Online-Suche nach Röstereien, Cafés und Kaffeemaschinenlieferanten geworden. Online-Heimbraugruppen sind zu einem Anlaufpunkt für Kaffeetrinker geworden, die die traditionellen Barrieren von überfüllten kommerziellen Cafés und intimen, manchmal einschüchternden Spezialitäten-Cafés durchbrechen. Der Austausch von Brührezepten, Bohnen und anderen Kaffeegeschichten hat dazu beigetragen, neue Kaffeegespräche zu eröffnen und das Interesse eines breiten Spektrums verschiedener Kaffeetrinker zu wecken.

Dieses wachsende Interesse eröffnet Fachleuten der Branche eine neue Möglichkeit, mit der Macht von Online-Plattformen mehr Kaffeewissen zu teilen. Zoom war noch nie so populär wie heute, und Unternehmen wie Facebook und Google haben begonnen, eigene Plattformen für Online-Konferenzen anzubieten. Bislang wurden bereits zwei Kaffeefestivals online abgehalten, die den Interessierten ein ähnliches Angebot an Kaffee-Workshops und -Vorträgen boten.

Am 29. März fand das erste Online-Kaffeefestival statt. Unter dem Namen Virtual Coffee Festival streamten rund 2.000 Menschen das Festival live über verschiedene Online-Plattformen wie Facebook, YouTube und Zoom. Die Zuschauer wurden mit Vorträgen und Workshops von Branchenexperten verwöhnt, wobei jedes Video zwischen 20 und 25 Minuten dauerte. Eine ähnliche Veranstaltung fand nur zwei Monate später unter dem Namen No Filter Coffee Festival statt. Die Workshops wurden über Instagram abgehalten, und die Teilnehmer mussten lediglich den Zeitplan des Workshops überprüfen, an dem sie teilnehmen wollten, und sicherstellen, dass sie online waren, um ihn zu verfolgen.

Wie werden andere Online-Kaffeefestivals in Zukunft aussehen? Werden die Organisatoren neben Workshops und Vorträgen weitere Aktivitäten durchführen? Kaffeeverkostungen und Cuppings verlagern sich ebenfalls ins Internet, wobei die Organisatoren den interessierten Teilnehmern im Voraus Kaffees mit entsprechenden Anweisungen zusenden. Marken können Online-Einführungen für Produkte durchführen, die früher auf Kaffeefestivals vorgestellt wurden, wie neue Brühgeräte oder andere Kaffeeutensilien, die unmittelbar vor den Einführungen an interessierte Tester und den stets neugierigen Kaffeebrauenthusiasten verkauft werden können. Ein weiterer großer Vorteil der Durchführung dieser Festivals online ist das Potenzial, diese Veranstaltungen für zukünftige Ansichten zu speichern, sodass interessierte Teilnehmer, die möglicherweise einen überfüllten Zeitplan haben, im Voraus Zugang zum Festival erwerben und später auf Abruf ansehen können.

Die Möglichkeiten für Online-Kaffeefestivals sind nur durch den Umfang der Vorstellungskraft eines Organisators begrenzt. Obwohl die ersten beiden Online-Kaffeefestivals sich hauptsächlich auf Workshops konzentrierten, wäre es nicht allzu überraschend, wenn mehr dieser Festivals neue Dinge ausprobieren würden, wie die bereits erwähnten virtuellen Cupping-Sitzungen oder sogar Online-Foren, in denen sich die Teilnehmer treffen und Geschichten austauschen können. In dieser sich ständig ändernden neuen Normalität, in der immer mehr Kaffeeliebhaber virtuell zusammenkommen und mehr Plattformen zum Diskutieren und Engagieren finden, könnte die Plattform eines Online-Kaffeefestivals eine weitere aus der Not geborene Erfindung sein und sogar das Forum für die größte Versammlung von Kaffeeliebhabern auf einem Kaffeefestival bieten, ob virtuell oder nicht.

Words & by Ryan Uy (@thenameisrye)

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