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Frühstück der Champions: Jooyeon Jeon, Barista-Weltmeisterin 2019

Breakfast of Champions: Jooyeon Jeon, 2019 World Barista Champion

Um Barista-Weltmeister zu werden, braucht man viel harte Arbeit und eine klare Vision für die Zukunft. Jooyeon Jeon von Momos Coffee in Südkorea ist eine erfahrene Teilnehmerin und ihre Leistung und ihr Kaffee waren bei den diesjährigen Meisterschaften in Boston geradezu spektakulär. Trotz ihres anspruchsvollen Zeitplans war Jooyeon so freundlich, ihre Gedanken zu ihrer Wettbewerbsroutine und ihren Plänen für die Zukunft mitzuteilen.

Sie nehmen nun schon seit vielen Jahren an Wettbewerben teil. Wie unterschied sich Ihr Ansatz in diesem Jahr von den Vorjahren?

Jooyeon: Ich trat 2018 unter dem Thema „Fett“ und 2019 unter „Kohlenhydrate“ auf. Der Ansatz war jedoch derselbe, nur mit unterschiedlichen Themen.

Es gibt etwas völlig anderes. Es war meine Konditionierung und mein Geist. Ich denke, deshalb habe ich die beste Demonstration gezeigt.

Meine erste WBC letztes Jahr war „die endlose Spannung“. Damals wollte ich alles zeigen, was ich habe, denn es wäre die Chance meines Lebens. Das hat mich so sehr belastet. Tatsächlich habe ich die Vorbereitung auf die WBC überhaupt nicht genossen.

Aber dieses Jahr war anders. Ich habe meine Meinung geändert, habe mich nicht um die Aufmerksamkeit anderer gekümmert, sondern mich auf das konzentriert, was ich jetzt tun kann. Diese Denkweise hat mich entspannter gemacht und ich habe die tägliche Vorbereitung genossen. Stattdessen habe ich mich mit Freunden getroffen und eine gute Zeit mit der Familie verbracht.

In Ihrer Routine gelang es Ihnen, ein kompliziertes Thema über Kohlenhydrate auf sehr einfache Weise zu vermitteln. Wie haben Sie dies den Richtern effektiv kommuniziert?

Jooyeon: Die Demonstration des Themas Kohlenhydrate war wissenschaftlich, daher mussten wir schwierige Inhalte vermitteln. Um dies leicht erklären zu können, waren mehr Datensammlung und Studien erforderlich.

Ich erhielt auch Hilfe von der Abteilung für Lebensmitteltechnik einer Universität, um professionelles Wissen zu erlangen. Die meiste Zeit, die ich für die Vorbereitung auf den Wettbewerb aufwendete, war Studienzeit, weil ich dachte, ich müsste es perfekt verstehen, damit ich es erklären konnte.

Aber die fertige Demonstration war tatsächlich nicht einfach, deshalb wollte ich, dass sich die Richter während der Demonstration so wohl wie möglich fühlen. Ich dachte an ein Layout, das so nah wie möglich an die Richter herankommen würde. Ich kam zu dem Schluss, dass der Tisch als Stuhl verwendet werden sollte.

Es ist jetzt 6 Monate her, seit Sie die Barista-Weltmeisterin sind. Was sind Ihre Ziele, jetzt, da Sie Botschafterin der Spezialitätenkaffeebranche sind?

Jooyeon: Es mag ideal sein, aber ich habe großes Interesse an der Nachhaltigkeit von Specialty Coffee. Ich möchte die Welt des Specialty Coffee nicht nur den Fachleuten vorstellen, sondern auch den Menschen, die dieses Feld nicht kennen. Ich möchte das Konzept des Specialty Coffee in der Öffentlichkeit erweitern.

Wenn die Verbraucher anfangen, den Wert von Specialty Coffee zu schätzen, werden sie natürlich über den Preis nachdenken. Dies wird an die Kaffeebauern weitergegeben. Und es wird den Bauern helfen, besseren Kaffee zu produzieren.

Ich möchte die Bauern dazu anregen, weiterhin besonderen Kaffee zu produzieren. Deshalb werde ich die Farmen in den Ursprungsländern besuchen und möchte an der Forschung und Entwicklung zur Verbesserung der Kaffeequalität und des Lebens der Menschen auf den Specialty Coffee Farmen teilnehmen.

Wir haben kürzlich Ihre Zusammenarbeit mit Sergio Gonzalez aus Ecuador gesehen. Wie wichtig sind Ihrer Meinung nach Kooperationen für Spezialitätenkaffee-Profis?

Jooyeon: Es ist dasselbe, wie ich es bereits gesagt habe.

Der Weg, den Wert des Specialty Coffee als Barista zu steigern, besteht darin, sicherzustellen, dass die Verbraucher den Kaffee richtig genießen können. Ich denke, dies ist der erste Schritt zur Nachhaltigkeit von Specialty Coffee. Zum Beispiel ist eine Tasse Specialty Coffee, die sie jetzt trinken, nicht ungewohnt, freundlich und professionell serviert.

Was gefällt Ihnen am Barista-Sein am besten?

Jooyeon: Natürlich brühe ich am liebsten Kaffee und serviere ihn den Kunden. Wenn Kunden den Kaffee trinken, fühlt es sich an, als wäre die Tasse Kaffee, die ich zubereitet habe, Energie für sie.

Wenn Sie die Gelegenheit hätten, mit jemandem auf der Welt einen köstlichen Filterkaffee zu trinken, wer wäre das und warum?

Jooyeon: Ich würde zuerst darüber nachdenken, wo (Herkunft und Farm) der Filterkaffee produziert wurde. Und ich möchte Kaffee mit dem Kaffeeproduzenten (Anbauer) trinken, der ein Jahr lang hart gearbeitet hat, um diese Tasse herzustellen.

Zuletzt, erzählen Sie uns von Ihrem idealen Frühstück?

Jooyeon: Eine Tasse köstlich gebrühter Kaffee!

Bildnachweis: World Coffee Events

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